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Kontakt

Bürgermeisteramt
Gutenzell-Hürbel
Kirchberger Straße 8
88484 Gutenzell-Hürbel
Telefon 07352 9235-0
Fax 07352 9235-22

Veranstaltungen

So, 27.08.2017

Fahrertag und Orientierungsritt

Veranstalter

Pferdefreunde Gutenzell


So, 10.09.2017

Auftritt in Illertissen

Veranstalter

Musikverein Gutenzell


Mo, 11.09.2017

Reitergruppenversammlung

Veranstaltungsort

Gasthaus Zweifel

Veranstalter

Gemeinde / Kirchengemeinde Gutenzell


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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Die Gemeinde Gutenzell-Hürbel ist seit 2016 ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum aufgenommen. In den letzten zwei Jahren konnten insgesamt 8 Maßnahmen aus Mitteln des Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum mit insgesamt 295.440 € gefördert werden.

Gefördert wurden 6 private Modernisierungen, Umnutzungen und Neubauten mit insgesamt 200.870 €. Außerdem erhielt 1 gewerbliche Maßnahme und eine Maßnahmen zur Grundversorgung eine Förderung in Höhe von insgesamt 88.210 €.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum – ELR – ist ein Förderprogramm des Landes Baden-Württemberg, um die Ortskerne im ländlichen Raum zu stärken. Ziel ist es, die Ge­meinden in die Lage zu versetzen, auf der Grundlage eigener Entwicklungsüberlegungen strukturelle Mängel zu beseitigen und dabei den Ort entsprechend seiner jeweiligen Eigenart zu entwickeln. Über das ELR können private Einzelmaßnahmen und strukturverbessernde Maßnahmen gefördert werden.

Für das Programmjahr 2018 besteht wieder die Möglichkeit einer Förderung über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum.
 

Zuwendungsfähige Maßnahmen  

Das Förderprogramm ELR stellt eine der wenigen Möglichkeit dar, öffentliche Zuschüsse für private Vorhaben zu erhalten und so zur Innenentwicklung des Ortes beizutragen. Das Förderprogramm konzentriert die Förderung entsprechend der Zielsetzung der ELR-Richtlinie auf die innerörtliche Entwicklung. Damit sollen die Ortskerne gestärkt werden, so dass sich wieder junge Familien im Ortskern ansiedeln und so der Überalterung im Ortskern entgegenwirken. Außerdem soll der Landschaftsverbrauch im Außenbereich reduziert werden. Im Sinne eines schonenden Umgangs mit den natürlichen Lebensgrundlagen führen der rationelle Energieeinsatz und die Verwendung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe sowie die Anwendung umweltfreundlicher Bauweisen bei privaten Projekten zu einem Fördervorrang. Bei der Modernisierung von Altbauten ist ein verbesserter Wärmeschutz Voraussetzung für eine Förderung.  

 

Förderschwerpunkte, Maßnahmen und Fördersätze:
 

Förderschwerpunkt Wohnen

• Modernisierung von bestehenden Wohngebäuden
Ältere Gebäude im historischen Ortskern können modernisiert und den heute üblichen Wohnbedürfnissen angepasst werden. Gefördert werden Baumaßnahmen, wie die Dämmung der Fassade und des Daches, Erneuerung von Fenstern und die Modernisierung der Sanitärinstallationen. Grundsätzlich werden nur umfassende Modernisierungsmaßnahmen gefördert.
Die Förderhöhe beträgt 30% der zuwendungsfähigen Kosten und bis zu 20.000 € je Wohneinheit.

• Umnutzung leerstehender Gebäude zu Wohnungen
Ehemalige Scheunen prägen noch immer das Ortsbild im ländlichen Raum. Um das Ortsbild zu erhalten, können diese Gebäude zu Wohnungen umgebaut oder gewerblich genutzt werden.
Die Förderhöhe beträgt 30% der zuwendungsfähigen Kosten und bis zu 50.000 € je Wohneinheit für Privatpersonen.

• Baulückenschließung durch dorfgerechte und maßstäbliche Wohngebäude
Baulücken und größere zusammenhängende Freiflächen können durch maßstäbliche Wohngebäude genutzt werden. Hierdurch erfährt der Ortskern eine Belebung und der Landschaftsverbrauch wird eingedämmt. Voraussetzung: abgängige Altsubstanz
Die Förderhöhe beträgt 30% und bis zu 20.000 € / Voraussetzung: Eigennutzung.

• Neuordnung mit Baureifmachung von Grundstücken
Die Förderhöhe beträgt 30% der zuwendungsfähigen Kosten und bis zu 100.000 €.
 

Förderschwerpunkt Arbeiten

• Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleineren und mittleren Betrieben. Förderhöhe bis zu 10% der zuwendungsfähigen Kosten, bei strukturell besonders be­deutsamen Vorhaben bis zu 15% der zuwendungsfähigen Kosten (Entflechtung unverträglicher Gemengelagen / Reaktivierung von Brachen) und max. 200.000 €.


Förderschwerpunkt Grundversorgung

• Sicherung der wohnortnahen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen.
Förderhöhe bis zu 20% der zuwendungsfähigen Kosten oder max. 200.000 €.
 

Förderschwerpunkt Gemeinschaftseinrichtungen

• Schaffung und Anpassung von Gemeinbedarfseinrichtungen.
Förderhöhe bis zu 40% der zuwendungsfähigen Kosten, max. 750.000 €.

 

Die Projektförderung erfolgt als Anteilsfinanzierung und die Mehrwertsteuer ist nicht förderfähig.

Wichtig: Vor der Bewilligung des ELR-Antrags darf mit der Baumaßnahme nicht begonnen werden.

Bürger, die in den nächsten Jahren eine bauliche Maßnahme planen und eventuell eine ELR-Förderung in Anspruch nehmen möchten, nehmen Kontakt auf zu Frau Hoffmann (Tel.: 07352 9235-0) von der Gemeindeverwaltung Gutenzell-Hürbel.

Im Anschluss daran, erfolgt eine persönliche Beratung der Bürger an ihrem Gebäude mit Informationen zu einer möglichen ELR-Förderung. Die Beratung erfolgt durch Frau Wieland von der Landsiedlung BW und ist für die Bürger kostenlos und unverbindlich.

Daher sind die Bürger aus Gutenzell-Hürbel, die eine Modernisierungs- bzw. eine Umnutzungsmaßnahme planen, aufgerufen die Möglichkeit einer Förderung im Rahmen des ELR zu nutzen.

Für eine Antragstellung für das Programmjahr 2018 müssen die Antragsunterlagen bis Anfang September 2017 eingereicht werden. Da das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum zu den wichtigsten Instrumenten des Landes Baden-Württemberg zur integrierten Strukturentwicklung im ländlichen Raum zählt, besteht auch die Möglichkeit in den kommenden Jahren ELR-Förderanträge zu stellen.